Stolpersteine gehören in den Mittelpunkt, nicht an den Stadtrand

25. September 2026
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Albrecht Pallas, 4. Vize-Präsident des Sächsischen Landtages erklärt zum “Stolperstein-Verbot” in Heidenau: 
 
„Die Stolpersteine aus unserem Alltag und Gedenkkultur an den Stadtrand zu verbannen halte ich für falsch. Es ist eine bewusste AfD-Strategie mit dem Ziel der Relativierung des Nationalsozialismus. In hunderten anderen Städten sind die Stolpersteine Teil einer lebendigen Gedenkkultur. Stolpersteine leisten in ganz Europa einen wichtigen Beitrag zur Erinnerung an die furchtbaren Verbrechen des Naziregimes. Sie sollen genauso in unserem Alltag präsent sein, wie es jüdisches Leben vor deren Verfolgung war. Sie rücken die Schicksale von durch die Nazis Verfolgten in unser Bewusstsein und ermöglichen es nachkommenden Generationen, aus Fehlern der Vergangenheit zu lernen. 
 
Ich würde mir wünschen, dass die Mehrheit des Heidenauer Stadtrates diese Entscheidung überdenkt. Noch ist es nicht zu spät. Meine sozialdemokratischen Landtagskolleginnen und -kollegen und ich sind bereit, die Patenschaft und Kosten für drei Stolpersteine zu übernehmen.“