Die Verhinderung möglicher Katastrophen darf nicht vom Zufall abhängen

17. September 2026

Zum Antrag „Aktuellen geopolitischen Gefahren entgegentreten: Cyberangriffe und Drohnenüberflüge konsequent aufklären – die Verantwortlichen detektieren“ erklärt Albrecht Pallas, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag: 
 
„Der 4. August 2026 war eine Zäsur für die Sicherheitspolitik. Der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle hat deutlich gemacht, dass es bei der Detektion und Abwehr von Drohnen kein einfaches ‚Weiter so‘ geben kann. 
 
Deshalb ist es richtig, die Drohnenabwehr in Sachsen konzeptionell weiterzuentwickeln. Der geänderte Antrag nimmt dabei nicht nur staatliche Liegenschaften und Großveranstaltungen in den Blick, sondern erweitert den Fokus auf die kritische Infrastruktur. Verkehrsknotenpunkte, Bahntrassen, Staudämme und andere sensible Einrichtungen müssen gemeinsam mit ihren Betreibern künftig stärker geschützt werden. 
 
Zugleich reicht es nicht, Drohnen nur zu erkennen und abzuwehren. Wir müssen auch diejenigen identifizieren, die sie steuern und die hinter solchen Angriffen stecken. Ein verbessertes Monitoring von Meldewegen, Einsatzzeiten und Reaktionen soll außerdem helfen, bestehende Schutzsysteme gezielt weiterzuentwickeln. 
 
Dass es gelungen ist, sich gemeinsam mit den Antragstellern sowie CDU und Linken auf diese Schritte zu verständigen, ist ein wichtiges Signal. Denn die Verhinderung möglicher Katastrophen darf nicht vom Zufall abhängen.“