Denkmalschutz in Sachsen stärken: Fachlichkeit und Verwaltungsreform zusammen denken

25. Juni 2026

Unser historisches Erbe in Sachsen ist beeindruckend – von sanierten Stadtkernen über liebevoll erhaltene Umgebindehäuser bis hin zu Zeugnissen unserer Industriekultur. Genauso wahr ist aber auch: Durch den demografischen Wandel gehen im öffentlichen Dienst in den nächsten zehn Jahren überproportional viele Beschäftigte in den Ruhestand. Wir stehen vor der Aufgabe, eine leistungsfähige Verwaltung zu sichern und gleichzeitig die hohe Qualität des Denkmalschutzes zu bewahren.

In meiner Rede zur Aktuellen Debatte am 25. Juni im Sächsischen Landtag habe ich betont, dass Staatsmodernisierung und Schutzverantwortung zusammengedacht werden müssen. Eine Reform darf nicht dazu führen, dass Fachlichkeit, Unabhängigkeit und Autorität der Landesämter für Denkmalpflege und Archäologie sowie des SMAC beschädigt werden.

Worauf es uns als SPD-Fraktion ankommt:

  • Fachliche Substanz sichern: Die Expertise der Landesämter muss auch in neuen Verwaltungsstrukturen als starkes fachliches Korrektiv erhalten bleiben.
  • Bürgernah & Effizient: Wir wollen schnellere und nachvollziehbarere Verfahren – etwa durch klare Entscheidungsfristen, digitale Antragsplattformen und transparente Abläufe für Eigentümerinnen und Eigentümer.
  • Denkmale im Alltag schützen: Der Blick darf nicht nur auf den großen Leuchttürmen liegen; auch die Dorfkirche, das Gründerzeithaus oder die Fabrikhalle vor der Haustür prägen unsere Identität und brauchen verlässlichen Schutz.
  • Beteiligung der Fachwelt und Ehrenamtlichen: Hinter den Erfolgen im Denkmalschutz stehen engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ämtern sowie viele Ehrenamtliche. Ihre Erfahrungen und Bedenken müssen im Reformprozess ernst genommen werden.

Mein Redetext findet sich hier.