Ein Jahr nach dem Einsturz der Carolabrücke – Was wir über Sachsens Infrastruktur lernen müssen – Aktuelle Debatte im Sächsischen Landtag

11. September 2025
Kategorien: Alle | Landtagsarbeit | Reden

Vor ziemlich genau einem Jahr ist in Dresden die Carolabrücke eingestürzt – ein Schockmoment für unsere Stadt und ein Warnsignal für ganz Sachsen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, doch das Ereignis hat uns vor Augen geführt, wie dringend wir unsere Infrastruktur modernisieren müssen.

Die Ursachen sind längst geklärt: Materialermüdung durch Spannungsrisskorrosion – ein Problem, das damals niemand erkennen konnte. Heute wissen wir mehr, und es zeigt sich, wie wichtig vorausschauende Instandhaltung und Investitionen sind. Brücken sind Lebensadern – sie verbinden Menschen, sichern Arbeitsplätze und halten Wirtschaft und Gesellschaft zusammen.

Deshalb setze ich mich als SPD-Abgeordneter dafür ein, dass wir endlich den Investitionsstau auflösen. Dazu gehören nicht nur ausreichend finanzielle Mittel, sondern auch mehr Planungskapazitäten, schlankere Verfahren und der Mut, zügig zu entscheiden. Wir müssen weniger über Sonderwünsche streiten und mehr gemeinsam anpacken – für tragfähige, moderne Lösungen in Stadt und Land.

Die Carolabrücke ist nicht nur ein Symbol des Einsturzes, sondern auch ein Auftrag: Politik darf nicht zuschauen, wenn Bauwerke in die Jahre kommen. Wir müssen handeln – verantwortungsvoll, effizient und mit Blick auf die Zukunft.

Den ganzen Text der Rede findet ihr hier.

In einer zweiten Rede stelle ich klar: Das Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ist ein historischer Schritt, der weit mehr ist als nur eine Zahl im Haushalt. Es ist ein Instrument, um regionale Ungleichheiten zu verringern, unsere öffentliche Daseinsvorsorge zu stärken und Demokratie sowie gesellschaftlichen Zusammenhalt widerstandsfähiger zu machen.

Als SPD-Abgeordneter setze ich mich dafür ein, dass wir notwendige Investitionen nicht aus Angst vor ideologischen Schuldenbremsen unterlassen, sondern verantwortungsvoll finanzieren – mit klaren Regeln, digitalisierten und beschleunigten Verfahren und einem Fokus auf Kommunen, die den Großteil unserer Infrastruktur tragen. Nicht Pessimismus, sondern entschlossenes Handeln soll die Debatte bestimmen: Wir müssen schneller planen, Genehmigungen vereinfachen und Investitionen endlich in konkrete Projekte „in Beton gießen“, damit die Menschen vor Ort Fortschritt sehen – von der Straße vor der Haustür bis zur neuen Carolabrücke.

Den gesamten Wortlaut der zweiten Rede findet ihr hier.